KITSCH UND KREMPEL
Sicherlich ebenso erstaunlich, verrückt und mitunter bestürzend wie die Geschichten meiner Gäste sind auch die Präsente, die sie mir im Laufe eines Jahres so zukommen lassen.
Es ist unglaublich, welche Urlaubs-, Zwischendurch-, Oster-, Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke mir einige der Kunden schenken; mit welch niedlichem, sentimentalem, poetischem und geschmacklosem Erotik-, Natur-, Heimat- und Gruselkitsch sie mich dabei bedenken.
Ehrlich gesagt, weiss ich nicht wirklich, warum Leute denken, als Barfrau müsste ich eine so derbe und niveaulose Form des Frohsinns pflegen, dass ich wegen jedes dämlichen Scherzartikels in Verzückung gerate.
Ich will nicht ungerecht sein, denn natürlich weiss ich, dass bei all den schaurigen, bonbonfarbenen Geschmacksverirrungen allein die nette Geste des Freude-machen-Wollens zählt...
Aber würde ich mich nicht in regelmäßigem Abständen - beim Frühjahrs- und beim Herbstgroßreinemachen - von einem Großteil des Kitschs und Plunders befreien, gliche meine Bar inzwischen einem Trödelladen.
Heute Morgen war es dann wieder einmal soweit. Ich fasste mir ein Herz, nahm mir zwei große Mülltüten und begann, die Schubladen und Schränke meines Arbeitsplatzes zu durchforsten, um zumindest die scheusslichsten Artefakte meiner Kundschaft zu entsorgen.
Ich hoffe, dass Sie, verehrte Leser, mich nicht für allzu herzlos halten, wenn ich bekenne, dass ich bei vielen dieser Dinge nicht lange überlegen musste, ehe ich sie dem Müllsack anvertraute.
Und um Sie über die Natur mancher Geschenke nicht länger im Unklaren zu lassen, hier eine kleine Auswahl der von mir meistgehassten Objekte.
Urteilen Sie selbst - können Flaschenöffner noch geschmackloser sein als diese?
Flaschenoeffner
Oeffner
Und ehe ich mein Haupt jemals auf dieses "niedliche" Kissen bette, möchte ich lieber mein Leben lang schlaflos bleiben!
Kitschkissen
Habe ich bereits erwähnt, dass ich Schneekugeln verabscheue?
Schneekugel
Die Photos von Erotikspielkarten und diversen Scherzartikeln zu meinem dreißigsten und vierzigsten Geburtstag - wie zum Beispiel Socken mit der Aufschrift: "Ich bin 40, bitte helfen Sie mir über die Straße" - will mich mir und Ihnen, liebe Leser, tunlichst ersparen!
Kondom
Aber noch ein Wort zum Schluss: Ich will nicht verhehlen, dass einige der Kitschobjekte so hässlich sind, dass sie beinahe Kultcharakter haben und dass ich es nicht übers Herz bringe, sie fortzuwerfen. Erst recht nicht, wenn sie von lieben Stammgästen stammen. So ziert beispielsweise ein grauenvolle, aber original Schweizer Kuckucksuhr meine Küchenwand.
Und meinen ersten Morgenkaffee giesse ich in eine nicht minder geschmacklose Diddl-Tasse, aus der eine rosa und grün gekleidete Maus vorwitzig über den Rand der Tasse hinauslugt und mir - debil grinsend - beim Wachwerden zusieht.
Souvenirs
Was mich an dieser Stelle interessieren würde: Nennen auch Sie, verehrte Leser, einige grenzwertige "Staubfänger" Ihr Eigen, von denen Sie sich partout nicht trennen mögen?
Wenn ja, erzählen Sie mir doch bitte vom Kitsch, Nippes und Krempel in Ihren eigenen vier Wänden, damit ich mich mit den Objekten meiner Hassliebe nicht ganz so ungemütlich fühle.
Lassen Sie uns darüberhinaus auf alle Spender dieser Gaben trinken - glauben Sie mir, die wenigsten von ihnen wissen wirklich, was sie tun!
Es ist unglaublich, welche Urlaubs-, Zwischendurch-, Oster-, Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke mir einige der Kunden schenken; mit welch niedlichem, sentimentalem, poetischem und geschmacklosem Erotik-, Natur-, Heimat- und Gruselkitsch sie mich dabei bedenken.
Ehrlich gesagt, weiss ich nicht wirklich, warum Leute denken, als Barfrau müsste ich eine so derbe und niveaulose Form des Frohsinns pflegen, dass ich wegen jedes dämlichen Scherzartikels in Verzückung gerate.
Ich will nicht ungerecht sein, denn natürlich weiss ich, dass bei all den schaurigen, bonbonfarbenen Geschmacksverirrungen allein die nette Geste des Freude-machen-Wollens zählt...
Aber würde ich mich nicht in regelmäßigem Abständen - beim Frühjahrs- und beim Herbstgroßreinemachen - von einem Großteil des Kitschs und Plunders befreien, gliche meine Bar inzwischen einem Trödelladen.
Heute Morgen war es dann wieder einmal soweit. Ich fasste mir ein Herz, nahm mir zwei große Mülltüten und begann, die Schubladen und Schränke meines Arbeitsplatzes zu durchforsten, um zumindest die scheusslichsten Artefakte meiner Kundschaft zu entsorgen.
Ich hoffe, dass Sie, verehrte Leser, mich nicht für allzu herzlos halten, wenn ich bekenne, dass ich bei vielen dieser Dinge nicht lange überlegen musste, ehe ich sie dem Müllsack anvertraute.
Und um Sie über die Natur mancher Geschenke nicht länger im Unklaren zu lassen, hier eine kleine Auswahl der von mir meistgehassten Objekte.
Urteilen Sie selbst - können Flaschenöffner noch geschmackloser sein als diese?
Flaschenoeffner
Oeffner
Und ehe ich mein Haupt jemals auf dieses "niedliche" Kissen bette, möchte ich lieber mein Leben lang schlaflos bleiben!
Kitschkissen
Habe ich bereits erwähnt, dass ich Schneekugeln verabscheue?
Schneekugel
Die Photos von Erotikspielkarten und diversen Scherzartikeln zu meinem dreißigsten und vierzigsten Geburtstag - wie zum Beispiel Socken mit der Aufschrift: "Ich bin 40, bitte helfen Sie mir über die Straße" - will mich mir und Ihnen, liebe Leser, tunlichst ersparen!
Kondom
Aber noch ein Wort zum Schluss: Ich will nicht verhehlen, dass einige der Kitschobjekte so hässlich sind, dass sie beinahe Kultcharakter haben und dass ich es nicht übers Herz bringe, sie fortzuwerfen. Erst recht nicht, wenn sie von lieben Stammgästen stammen. So ziert beispielsweise ein grauenvolle, aber original Schweizer Kuckucksuhr meine Küchenwand.
Und meinen ersten Morgenkaffee giesse ich in eine nicht minder geschmacklose Diddl-Tasse, aus der eine rosa und grün gekleidete Maus vorwitzig über den Rand der Tasse hinauslugt und mir - debil grinsend - beim Wachwerden zusieht.
Souvenirs
Was mich an dieser Stelle interessieren würde: Nennen auch Sie, verehrte Leser, einige grenzwertige "Staubfänger" Ihr Eigen, von denen Sie sich partout nicht trennen mögen?
Wenn ja, erzählen Sie mir doch bitte vom Kitsch, Nippes und Krempel in Ihren eigenen vier Wänden, damit ich mich mit den Objekten meiner Hassliebe nicht ganz so ungemütlich fühle.
Lassen Sie uns darüberhinaus auf alle Spender dieser Gaben trinken - glauben Sie mir, die wenigsten von ihnen wissen wirklich, was sie tun!
blogbart - 24. Dez, 02:27